{"id":9326,"date":"2026-03-13T11:00:00","date_gmt":"2026-03-13T10:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smartlivingnext.de\/?post_type=pressemitteilung&#038;p=9326"},"modified":"2026-03-13T10:40:48","modified_gmt":"2026-03-13T09:40:48","slug":"smart-living-industrie-und-verbaende-fordern-europaeisches-datenoekosystem-und-warnen-vor-neuen-inselloesungen","status":"publish","type":"pressemitteilung","link":"https:\/\/smartlivingnext.de\/en\/pressemitteilung\/smart-living-industrie-und-verbaende-fordern-europaeisches-datenoekosystem-und-warnen-vor-neuen-inselloesungen\/","title":{"rendered":"Smart Living: Industrie und Verb\u00e4nde fordern europ\u00e4isches Daten\u00f6kosystem und warnen vor neuen Insell\u00f6sungen"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Deutschland soll Leitmarkt f\u00fcr Smart<\/strong><strong> <\/strong><strong>Living<\/strong><strong>\u2011<\/strong><strong>Daten\u00f6kosysteme werden<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Berlin, M\u00e4rz 2026. Ohne eine gemeinsame Datensprache bleibt Smart Living weit hinter seinem Potenzial zur\u00fcck, mit Folgen f\u00fcr Energiewende, Pflege und digitale Wettbewerbsf\u00e4higkeit. Darauf weisen die Wirtschaftsinitiative Smart Living e.V. (WiSL) und die SmartHome Initiative Deutschland e.V. (SHD) in einem gemeinsamen Positionspapier hin, das am Donnerstagabend auf der Light &amp; Building ver\u00f6ffentlicht wurde. Die Verb\u00e4nde fordern den Aufbau eines europ\u00e4ischen Smart Living\u2011Daten\u00f6kosystems und die Gr\u00fcndung einer neutralen steuernden Instanz als Public\u2011Private\u2011Partnership. Ziel ist es, Deutschland und Europa zu Leitm\u00e4rkten f\u00fcr Smart Living\u2011Daten\u00f6kosysteme zu machen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eHeute sammeln tausende Ger\u00e4te und Apps rund um Wohnen, Energie und Gesundheit Daten, aber sie sprechen selten dieselbe Sprache. Hinzu kommt, dass die Daten vielfach nicht im europ\u00e4ischen Raum liegen und somit der europ\u00e4ischen Regulierung nicht gen\u00fcgen\u201c, sagt Dieter Lautz, Vorstand der WISL.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eAus Sicht der Wohnungswirtschaft bleiben W\u00e4rmepumpen, PV\u2011Anlagen, Assistenzsysteme und Services ohne ein neutrales Daten\u00f6kosystem Insell\u00f6sungen, die nicht einer gesamtheitlichen Geb\u00e4udesteuerung zug\u00e4nglich sind. Wir brauchen eine europ\u00e4ische Infrastruktur, die aus diesen Inseln ein System macht,\u201c erg\u00e4nzt Ingeborg Esser, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der GdW und Vorst\u00e4ndin der WiSL.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Zentrum des Vorschlags steht ein neutral gesteuertes, Gaia\u2011X\u2011konformes Daten\u00f6kosystem, in dem Daten aus Anwendungen wie Smart Home, Geb\u00e4udetechnik, Energie, Gesundheit und Mobilit\u00e4t sicher, souver\u00e4n und hersteller\u00fcbergreifend genutzt werden k\u00f6nnen. Technische Referenz ist das vom Bundesministerium f\u00fcr Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gef\u00f6rderte Technologieprogramm und gleichnamige Daten\u00f6kosystem SmartLivingNEXT.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wachstumsmarkt ohne gemeinsame Datensprache<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der globale Smart Home\u2011Markt ist von 44,8 Mrd. Euro (2018) auf 141,6 Mrd. Euro (2024) gewachsen; f\u00fcr 2029 werden in Deutschland 12,0 Mrd. Euro erwartet. Der Markt f\u00fcr intelligente Geb\u00e4ude soll weltweit von 128,61 Mrd. US\u2011Dollar (2024) auf 590,96 Mrd. US\u2011Dollar (2032) steigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Trotz dieser Dynamik fehlt eine&nbsp;anwendungs\u00fcbergreifende, semantisch interoperable L\u00f6sung f\u00fcr ein Daten\u00f6kosystem. Bestehende Standards decken nur Teilsegmente ab, Integrationskosten bleiben hoch, datenbasierte Gesch\u00e4ftsmodelle kommen zu langsam voran. G\u00fcnter Martin, Vorstand der SHD: \u201eOhne ein gemeinsames Daten\u00f6kosystem bleibt das Wachstumspotenzial von Smart Living im Mittelstand weitgehend ungenutzt.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>SmartLivingNEXT&nbsp;zeigt mit Praxisprojekten, wie ein solches \u00d6kosystem funktioniert: Daten bleiben in ihren Ursprungssystemen, werden \u00fcber einen&nbsp;Gaia\u2011X\u2011konformen Datenraum&nbsp;verkn\u00fcpft und mit semantischen Informationsmodellen (u. a. W3C Web of Things \/ SENSE WoT, SAREF4Ener, BOT) eindeutig interpretierbar.&nbsp;KI\u2011gest\u00fctzte Basisdienste, etwa f\u00fcr Verbrauchsprognosen, demonstrieren konkrete Mehrwerte.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Nutzen f\u00fcr Unternehmen, Wohnungswirtschaft, Handwerk und Gesellschaft<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Positionspapier zeigt, dass ein Smart Living\u2011Daten\u00f6kosystem:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Unternehmen<\/strong>\u00a0erm\u00f6glicht, datenbasierte Services aufzubauen, wie etwa KI\u2011gest\u00fctzte Optimierung von W\u00e4rmepumpen, PV\u2011Anlagen und Speichern, Remote\u2011Diagnose, vorausschauende Wartung und neue Abo\u2011Modelle.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Wohnungswirtschaft und Handwerk<\/strong>\u00a0bei Betrieb, Instandhaltung und Modernisierung unterst\u00fctzt, durch hersteller\u00fcbergreifende Kompatibilit\u00e4t, transparente Geb\u00e4udedaten und neue T\u00e4tigkeitsfelder, insbesondere f\u00fcr den Beruf\u00a0\u201eElektroniker\/-in f\u00fcr Geb\u00e4udesystemintegration\u201c.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Gesellschaftliche Ziele<\/strong>\u00a0wie Energiewende, Klimaschutz und assistiertes Wohnen im Alter adressiert, indem Geb\u00e4ude\u2011, Gesundheits\u2011 und Pflegedaten sicher verkn\u00fcpft werden.<\/li>\n\n\n\n<li>die\u00a0<strong>digitale Souver\u00e4nit\u00e4t<\/strong> Europas\u00a0st\u00e4rkt, indem Abh\u00e4ngigkeiten von au\u00dfereurop\u00e4ischen Plattformen reduziert und europ\u00e4ische Standards und Hosting\u2011Strukturen gest\u00e4rkt werden.<br><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>\u201eSmart Living\u2011Daten\u00f6kosysteme sind kein Tech\u2011Nice\u2011to\u2011have, sondern ein Fundament f\u00fcr Klimaneutralit\u00e4t und ein selbstbestimmtes Leben im Alter\u201c, betont Mike Lange, Vorstand der SHD \u201eWenn wir Pflege, Wohnen, Energie und Mobilit\u00e4t intelligent vernetzen, entlasten wir Menschen, Systeme und den Staat.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Neutrale steuernde Instanz als Public\u2011Private\u2011Partnership<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Kernvorschlag des Positionspapiers ist die Einrichtung einer&nbsp;neutralen steuernden Instanz&nbsp;f\u00fcr das Smart Living\u2011Daten\u00f6kosystem in Form eines&nbsp;Public\u2011Private\u2011Partnership\u2011Modells.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Wirtschaftsinitiative Smart Living e.V. und die SmartHome Initiative Deutschland e.V. erkl\u00e4ren ihre Bereitschaft, gemeinsam mit einem zu gr\u00fcndenden Tr\u00e4gerverein die neutrale Instanz aufzubauen, vorausgesetzt, es wird eine \u00f6ffentliche Anschubfinanzierung bereitgestellt, um die Kaltstartphase des Daten\u00f6kosystems zu \u00fcberbr\u00fccken.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Positionspapier steht <a href=\"https:\/\/www.smartliving-germany.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Positionspapier_Europaeische_Datenoekosystemlandschaft_SmartLiving.pdf\">hier<\/a> zum Download bereit.<\/p>\n\n\n\n<p>Konkrete Einblicke in funktionierende L\u00f6sungen erhalten Interessierte auf der Konferenz \u201eSmartLivingNEXT: Vom intelligenten Wohngeb\u00e4ude zum vernetzten \u00d6kosystem\u201c am 19. Mai 2026 im Forum Digitale Technologien in Berlin, wo SmartLivingNext und konkrete Anwendungsprojekte innovative Anwendungen von Pflege bis Energie pr\u00e4sentieren. Zur Anmeldung geht es hier: <a href=\"https:\/\/www.eventbrite.de\/e\/konferenz-ausstellung-smartlivingnext-tickets-1980701287871?aff=oddtdtcreator\">Konferenz &amp; Ausstellung: SmartLivingNEXT Tickets, Dienstag, Mai 19 von 10 am an 6 pm | Eventbrite<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u00dcber die Wirtschaftsinitiative Smart Living e.V.<br><\/strong>Die Wirtschaftsinitiative Smart Living e.V. b\u00fcndelt Akteure aus Industrie, Wohnungswirtschaft, Handwerk und Verb\u00e4nden, die die Digitalisierung des Wohnens vorantreiben und Smart Living\u2011L\u00f6sungen in den breiten Markt bringen wollen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u00dcber die SmartHome Initiative Deutschland e.V.<\/strong><br>Die SmartHome Initiative Deutschland e.V. ist eines der zentralen Netzwerke f\u00fcr Smart Home\u2011 und Smart Living\u2011Anwendungen in Deutschland. Sie vernetzt Hersteller, Dienstleister, Wohnungswirtschaft und Handwerk und engagiert sich f\u00fcr interoperable, zukunftsf\u00e4hige L\u00f6sungen im vernetzten Wohnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Deutschland soll Leitmarkt f\u00fcr Smart Living\u2011Daten\u00f6kosysteme werden Berlin, M\u00e4rz 2026. Ohne eine gemeinsame Datensprache bleibt Smart Living weit hinter seinem Potenzial zur\u00fcck, mit Folgen f\u00fcr Energiewende, Pflege und digitale Wettbewerbsf\u00e4higkeit. Darauf weisen die Wirtschaftsinitiative Smart Living e.V. (WiSL) und die SmartHome Initiative Deutschland e.V. 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