Wenn Gebäude als System intelligent werden
SmartLivingNEXT schafft die föderierte Dateninfrastruktur für KI-basierte, nachhaltige Wohn- und Lebensumgebungen.
Gebäude und gebäudetechnische Systeme sind heute technisch ausgereift. Heizung, Energie, Sicherheit, Komfort und Automatisierung funktionieren zuverlässig und wurden über Jahre hinweg kontinuierlich optimiert. Diese Systeme sind stabil, bewährt und lokal hoch effizient. Gleichzeitig verändern sich die Rahmenbedingungen grundlegend. Dynamische Energiemärkte, steigende regulatorische Anforderungen, neue Mobilitätsbedarfe und der zunehmende Einsatz von Künstlicher Intelligenz führen dazu, dass Gebäude nicht mehr isoliert betrachtet werden können. Wertschöpfung, Effizienz und Steuerungsfähigkeit entstehen zunehmend über das Zusammenspiel vieler Gebäude, Systeme und Akteure hinweg. Der zentrale Engpass liegt dabei nicht in der verfügbaren Technik, sondern in der fehlenden strukturellen Verbindung zwischen bestehenden Systemen. Historisch gewachsene Architekturen sind auf lokale Optimierung ausgelegt und stoßen dort an Grenzen, wo Skalierung, Wiederverwendung, sektorübergreifende Nutzung oder KI-gestützte Services erforderlich werden.
SmartLivingNEXT setzt genau an dieser Stelle an.
Mit SmartLivingNEXT entsteht ein KI-basiertes, föderiertes Datenökosystem für die Domäne Smart Living. Es ist keine neue Gebäudeautomation, kein Produkt und keine zentrale Plattform, sondern eine herstellerneutrale Dateninfrastruktur, die den sicheren, zweckgebundenen und interoperablen Austausch von Daten über bestehende Systeme und Gebäude hinweg ermöglicht. Im Zentrum steht ein sicherer Zugangspunkt zu relevanten Daten in Wohngebäuden. Das zugrunde liegende semantische Dataspace-Konzept belässt Daten in ihren Ursprungsumgebungen und schafft gleichzeitig die Voraussetzungen, diese Daten systemübergreifend nutzbar zu machen. So können bewährte, in Wohngebäuden bereits eingesetzte digitale Technologien integriert, kombiniert und weiterverwendet werden – ohne bestehende Systeme zu ersetzen.
Auf dieser Basis stellt SmartLivingNEXT der Community KI-unterstützte Basisservices zur Datenanalyse, Prognose und Mustererkennung bereit. Die dafür notwendigen Kataloge, Werkzeuge und Konnektoren werden im Leitprojekt ForeSightNEXT entwickelt. Sechs weitere SmartLivingNEXT-Projekte forschen parallel an der Umsetzung konkreter Use Cases, insbesondere in den Bereichen Energie und Assistenz.Nicht das einzelne Gebäude wird dabei „intelligenter“. Intelligent wird das System, in dem Gebäude miteinander agieren. SmartLivingNEXT schafft damit die Grundlage für skalierbare Services, neue Geschäftsmodelle und einen wirtschaftlichen Realbetrieb intelligenter Gebäude im Verbund.
SmartLivingNEXT ist ein vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) durchgeführter Förderaufruf auf Grundlage des Förderprogramms „Entwicklung digitaler Technologien“. Im Gesamtprogramm stehen Fördermittel von rund 25 Mio. Euro zur Verfügung.
SmartLivingNEXT – Das erste universelle und KI-basierte Ökosystem für alle digitalen Smart-Living-Services nach europäischen Wertvorstellungen.
Whitepaper SmartLivingNEXT
Das Whitepaper enthält die Leitlinie und den Referenzrahmen für die künftige technische Entwicklung des SmartLivingNEXT Dataspaces und der angestrebten Governance-Struktur. Es entstand unter Mitwirkung der Teams von DFKI, der Forschungsvereinigung Elektrotechnik beim ZVEI e.V., Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) und Materna Information & Communications SE. Sie können sich das Whitepaper als PDF zusenden lassen. Kontaktieren Sie dazu unser Projektbüro unter projektbuero@smartlivingnext.de.
Smart Living auf Wachstumskurs
97
Mio. europäische Haushalte nutzen Smart-Living-Anwendungen bis 2025.
180
Mrd. Euro wird der weltweite Umsatz durch Smart Living bis 2025 betragen.
Zahlen auf Basis der Daten des BMWK
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