Die Treibhausgasemissionen im Gebäudesektor sind im vergangenen Jahr stärker zurückgegangen als in 2022, wie aktuelle Zahlen des Umweltbundesamtes belegen. Eigentlich eine gute Nachricht – doch bei genauerem Hinsehen ist dieser Rückgang nicht eindeutig nachzuweisen, wie der Expertenrat für Klimafragen in seinem Prüfbericht vom 15. April 2024 unterstreicht: Im Gebäudesektor beruhten diese Zahlen aufgrund von einer mangelnden Datenverfügbarkeit auf Modellberechnungen, was zu einer hohen Unsicherheit führe. 

Dazu kommt: Der Rückgang der Emissionen im Gebäudesektor ist primär auf die warmen Witterungsbedingungen und Reaktionen der Bevölkerung auf die gestiegenen Gaspreise zurückzuführen. Thomas Heimer, Mitglied des Expertenrats und der SmartLivingNEXT-Begleitforschung, erläutert, dass dies zunächst eher kurzfristige Wirkungen seien. Durch Smart-Living-Anwendungen könnten solche Energieeinsparungen auch langfristig und nachhaltig erwirkt werden. 

Marieke Rohde (VDI/VDE-IT), Leiterin der Begleitforschung SmartLivingNEXT, sieht den Schlüssel im SmartLivingNEXT-Ökosystem: „Zur nachhaltigen Erreichung der Klimaziele braucht es Technologien, die Menschen dabei helfen, ihr Handeln dauerhaft zu verändern. SmartLivingNEXT zahlt genau darauf ein.“ Dabei stehe neben der Energieeinsparung auch die Kostensenkung in Wohngebäuden im Fokus: „Das Daten-Ökosystem von SmartLivingNEXT ermöglicht die Entwicklung von Anwendungen in den Bereichen Energieeffizienz, Pflegeassistenz, Gebäudeverwaltung und Wohnsicherheit, die die Kosten in Wohngebäuden langfristig senken.“ 

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